Nicht immer möchte man Recht haben…

kind mit Gefühlen Angst, traurig alleine

Mein letzter Artikel ist eine Weile her, da ich die Neuigkeiten, welche ich in diesem Artikel verarbeitet habe, erst einmal verdauen musste. Für mich kam es wie ein Hammerschlag und ich musste mich erst einmal sammeln. Außerdem wollte ich noch weitere Menschen in meiner Umgebung befragen, was Sie von dieser Sache halten. Aber wie es im Leben nun einmal so ist, folgt eine schlimme Nachricht nach der Anderen… Aber zurück zum Anfang, die Familie des übergriffigen Kindes behauptet weiterhin in der Grundschule ihres Kindes, dass Ihr Kind sexuell missbraucht wurde, im Kita von einem fremden Mann, während die Kinder im Wald unterwegs waren. Das wurde mir von einer Lehrerin des Kindes erzählt und von weiteren Menschen die mit der Grundschule zu tun haben bestätigt. Die Eltern behaupten weiter, dass Ihr Kind massiv übergriffig geworden ist bei uns in der Kita und das Sie jetzt erst erfahren haben, dass dieses Verhalten mit dem sexuellen Missbrauch, welcher wie zuvor erwähnt in der Kita von einem fremden Mann durchgeführt worden ist, zu tun hat. Lassen Sie sich diesen Satz mal auf der Zunge zergehen …

  1. Sexueller Missbrauch in der Kita, während einer Waldzeit
  2. dann auch noch ein fremder Mann
  3. Erst jetzt raus gekommen, obwohl das Kind angeblich seit November 2015 Hilfe bekommt
  4. Wir mehrfach mit der Mutter geredet haben und das schon im Jahr 2014, dass Ihr Kind ein Problem hat und es in Ihrem Interesse liegen muss, dass man die Ursache findet.
  5. Ihr Kind schon seit Kindergartenstart einige auffällige Verhaltensweisen an den Tag gelegt hat, meistens in Zusammenhang mit Gewalt
  6. Wir Eltern Ihren Sohn und Ihre Familie gemobbt haben usw.

Erstaunlich ist, dass wir Eltern schon 2014 ein Problem gesehen haben und weder das Jugendamt, noch das pädagogische Personal oder der Träger das Verhalten auffällig fanden.. Angeblich alles im normalen Bereich, auch wenn sich die Übergriffe über zwei Jahre vollzogen haben. Vaginale, anale, orale Einführungen von Stöcken, Penissen usw. da fragt man sich doch wirklich warum die Familie erst jetzt, gehandelt hat, komischerweise auch erst, nachdem ein anonymer Anruf an der Grundschule getätigt wurde, welche die Leitung über die Übergriffe aufgeklärt hat… Aber wie gesagt, wir werden die Wahrheit nie erfahren, außer das es wieder mal so ist, dass Täter als Opfer behandelt werden. Und das nur, weil Eltern perfide genug sind aus den schrecklichsten Situationen einen Vorteil heraus zu kommunizieren….

Nun aber zum Anlass meines Artikels. in meinem Buch sowie In mehren Artikeln habe ich bereits erwähnt, dass mehrfaches übergriffiges Verhalten sich nicht verwächst, sondern, dass man klar dagegen vorgehen muss und dem Kind helfen muss!  In unserer Kita nahmen die schrecklichen Übergriffe überhand, weil sich das Personal einfach nicht den Schuh anziehen lassen wollte, dass sie hier pädagogisch total versagt haben! Denn zwei weitere Kinder wurden im Verlauf 2015/2016 übergriffig … Ein Kind, welches schon im Jahr 2014 aufgefallen ist vollzog die Übergriffe weiter an Kindern. Das Kind fiel schon immer mit massiver Gewalt auf, aber auch hier wurde nicht ordnungsgemäß gehandelt, denn auch dieses Kind, wurde in seiner neuen Grundschule bereits mit Gewalt und einem Übergriff auffällig. Und seine Mutter behauptet knall hart, dass Sie nicht wusste, dass ihr Kind so etwas macht, dass das Kind das noch nie gemacht hat usw… Klar, warum auch eingestehen, dass das Kind Hilfe braucht, bedeutet ja man muss sich mit sich, seiner Familie und dem Kind auseinandersetzen… Es ist einfacher den Deckel drauf zuhalten.

So langsam verstehe ich jeden Menschen, der Angst hat zuzugeben, dass er sexuell missbraucht wurde oder wird, denn wer glaubt einem denn? Oder besser noch wer hilft? Ist ja einfach den Menschen zu ignorieren, einfach kollateraler Schaden, denn Presse, Therapie oder wirkliche Hilfe sind ja zeit aufreibend und vor allem kostspielig… Dass, genau diese Kinder später Täter oder Opfer werden können, spielt im Moment natürlich keine Rolle, denn das Deckelchen wird einfach über den brodelnden Topf gehalten, damit kein Dampf entweicht…Später, kann man sich ja dann immer noch um das Thema kümmern oder weiter sich selbst belügen.

Und das, dass Kind wieder sexuell übergriffig werden konnte in seiner Grundschule, liegt daran das, das pädagogische Personal sowie der Träger uns Eltern einfach nicht zugehört haben! Sie haben sich ebenfalls vor dieses Kind gestellt und behauptet, dass wir jetzt weitere Kinder „unbegründet“ beschuldigen und sich eine Art „Welle“ gebildet habe. Denn wenn sich Eltern zusammen tun, dann kommt Bewegung in die Sache und unschuldige werden beschuldigt usw. Tja, wie unrecht wir doch hatten… Wieder kam ein Kind zu Opfer, weil  das angebliche Fachpersonal, sich nicht mit dem schwierigen Thema auseinander setzen wollte und alles unter den Tisch gekehrt hat! Wir wurden als Lügner beschuldigt und das von Menschen, welche jetzt unter dem Pranger stehen, weil die Familien die Sie geschützt haben, von Ihnen behaupten Sie hätten die Aufsichtspflicht nicht eingehalten und zugelassen das ein Kind sexuell missbraucht wurde.

Ganz ehrlich wo soll das alles hinführen? Wie sieht das in ein paar Jahren aus? Sollte der Fall eintreffen, dass ein Kind als Jugendlicher vielleicht Menschen vergewaltigt, weil alle die Ämter, Einrichtungen und die Eltern die Augen zu machen? Wie kann es sein, dass diesen Kindern nicht jetzt effektiv geholfen wird, um raus zu finden, warum diese Kinder wirklich so verhaltensauffällig geworden sind. Noch kann man Ihnen helfen, Sie sind gerade erst 6 Jahre alt, werden bald 7! Denn es wird weitergehen und man wird im Nachhinein sagen, das habe ich nicht gewusst, das habe ich nicht gewollt, nein also er wurde noch nie auffällig usw. Wir Eltern haben zwei Jahre lang gelitten, nicht mal die Presse wollte unseren Fall veröffentlichen, die Boulevard Presse hat Abstand genommen, weil wir keine religiöse Einrichtung sind, macht sich nicht gut im Titel… Die normale Presse hat uns intern geholfen, aber auch keinen Artikel veröffentlicht wegen der angeblichen Stigmatisierung der Einrichtung sowie der Kinder…

Das hier wirklich schreckliches Unrecht geschehen ist, will keiner mehr sehen! Wir, die Eltern, welche aufgestanden sind, sind die, die Lügen, die, die Ärger machen, die, die immer nur fordern und Kindern schaden usw.

NEIN! Wir sind die, die dafür Sorgen, dass dieses Thema nicht einschläft, dass andere Eltern aufstehen, dass Schulen sowie Kitas endlich präventiv sich diesem Thema annehmen! Sexueller Missbrauch, sexuelle Übergriffe sollten keine TABU THEMA mehr sein! Diese Form der Gewalt gibt es schon immer, aber das heißt nicht, dass wir nichts dagegen tun können. Unsere Kinder sind das Wichtigste was wir haben und wir sollten alles unternehmen, um unsere Kinder zu schützen! Zu schützen vor Gewalt und nicht vor Ignoranz! Ämter, Einrichtungen sowie Träger sollen endlich lernen umzudenken!

Denn unser Fall zeigt es klar und deutlich, alle haben die Augen zu gemacht und jetzt wird behauptet, dass die Einrichtung zugelassen hat, dass ein Kind während der Kita Zeit von einem fremden Mann sexuell missbraucht worden ist … Oder von der anderen Mutter, mein Kind war im Kindergarten nicht auffällig, ich weiß nicht, warum er das macht usw.. Wenn das Thema nicht so verdammt ernst wäre, würde ich jetzt am liebsten vor all den Menschen meinen Tanz machen: „Ich habe recht gehabt, lalalalala“ Bringt nur nichts…

Es bringt nicht die Augen zu schließen, denn das behebt nicht das Problem! Kommunikation ehrliche Kommunikation und Bereitschaft sich für Kinder einzusetzen sowie seinem Kind zu helfen, sind die einzigen Wege, damit wir diese Form von Gewalt eindämmen!

In diesem Sinne, wünsche ich euch noch einen schönen Mittwoch!