Prävention Intervention

kind mit Gefühlen Angst, traurig alleine

Prävention bedeutet im Vorfeld Maßnahmen erarbeiten, die Gefahren vermeiden sollen. Grundsätzlich finde ich, dass es der richtige Weg ist um Kinder zu schützen. Man erarbeitet mit Ihnen Situationen, welche auf Sie zukommen können und gibt Ihnen zeitgleich Hilfestellung, wie Sie mit solchen Situationen umgehen. Wie Sie sich am besten Verhalten, wo Sie Hilfe bekommen und so weiter. Gewalt Prävention von Seiten des Elternhauses, einer pädagogischen Einrichtung oder eines Vereines, hilft Ihren Kind dabei, an seinem Selbstbewusstsein zu arbeiten, Situationen besser einzuschätzen und stärker unvorhersehbaren Situationen entgegenzutreten. Hier sollten alle gemeinsam daran arbeiten, wir als Eltern und die pädagogische Einrichtung. Mein Blog befasst sich fast ausschließlich mit dem sehr brisanten Thema sexuelle Übergriffe unter Kindern, darum würde ich in diesem Artikel auch gerne wieder auf dieses Thema eingehen.

Präventionsmaßnahmen Elternhaus

  • Vermitteln sie ihrem Kind ein gutes gesundes Körpergefühl
  • Hören sie ihrem Kind zu
  • erziehen sie ihr Kind gewaltfrei
  • Begeben sie sich bei der Kommunikation mit Ihrem Kind auf die Höhe ihres Kindes
  • Erstellen Sie klare strikte Regeln
  • überschreiten sie nicht ihre Grenzen
  • Zeigen sie Ihrem Kind, dass jeder Mensch Grenzen hat, welche man respektieren und achten sollte

Wenn Sie Hilfe brauchen, wie Sie all die Punkte im Alltag umsetzen können, es gibt wirklich viele gute Bilderbücher. Und ich persönlich achte mittlerweile viel mehr auf meine Grenzen und Körperhaltung. Ein NEIN sollte ein NEIN sein und nicht ein vielleicht oder ein JEIN. Es dauert Zeit, aber ihr Kind wird sich ihrem Verhalten sehr schnell anpassen.

Präventionsmaßnahmen / Intervention Kita

Meistens wird ein Thema erst aufgefasst, wenn etwas Geschehen ist, wie in unserem Fall sexuelle Übergriffe unter Kinder. Passieren kann immer was, wichtig ist wie geht man mit dem Geschehenen um. Und hier hilft jeder Einrichtung ein Krisenintervention Plan. Einfach ein Schema, wie gehe ich mit Krisensituationen professionell und kompetent um, damit die Eltern sowie die Kinder nicht das Vertrauen in uns verlieren. Damit dieser Plan steht, sollte man sich mit vielen Formen der Gewalt auseinandersetzen,welche auf einen zukommen können. Und Lösungsstrategien intensiv mit dem Team bearbeiten sowie ausdiskutieren.

Beim Thema sexuelle Gewalt, ist oft eine Art Schamgrenze, die lieber im verborgenen bleiben möchte. Das betrifft nicht nur das Personal, sondern auch die Eltern. Das Thema kindliche Sexualität, Doktorspiele, Übergriffe/ Grenzverletzungen. Wird oftmals erst thematisiert, wenn etwas Vorgefallen ist und die Einrichtung intervenieren muss. Dies ist absolut der falsche Weg, denn wenn man im Vorfeld sich Gedanken macht über ein frühkindliches Sexualkonzept, dann kann man im Notfall einfach viel besser intervenieren. Dabei helfen Elternabende die alle Eltern mit allen religiösen, kulturellen oder eigenen Ansichten über frühkindliche Sexualität aufklären. Denn auch Kinder haben eine eigene Sexualität, diese ist absolut nicht gleichzusetzen mit Erwachsenensexualität! Aufklärung kann dafür sorgen, dass mehr Offenheit für dieses Thema entsteht und bei einer Grenzverletzung nicht gleich die große Welle ausbricht. Das Personal, weiß dank des Krisenintervention Plans direkt wie es handeln muss und die Eltern sind in der Thematik soweit, dass es zu keinen falschen Anschuldigungen und Vorwürfen kommen kann- bestenfalls. Denn dieses Thema ist sehr emotional, aber mit einem selbstbewussten Umgang, kann man diese Krise unter Kontrolle bekommen und weiteren Folgen, wie Anklagen, Presse usw. entgehen.

Hierbei ist wichtig, dass die Kinder ebenfalls soweit geschult sind anhand von Themenwochen oder sogar Monaten, dass diese klar erkennen, wenn eine Handlung zu weit gegangen ist. Das können Kinder erst, wenn diese ihre Grenzen kennen. Kinder die Opfer von sexuellen Übergriffen unter Kindern geworden sind, erleben diese Ereignisse oft als Ohnmachtserfahrungen. In vielen Fällen vertrauen Sie sich nicht dem pädagogischen Personal an, sondern meisten an erster Stelle ihren Eltern. Der Übergriff kann dann meistens schon länger her sein, dass sollte Sie aber nicht abhalten die Sache sehr ernst zu nehmen, da der Übergriff stattgefunden hat.Auch hier ist es für die Einrichtung sowie für die Eltern immer besser aufgeklärt zu sein. Auch wir als Eltern sollten uns mit der Thematik auseinandersetzen und die Einrichtung direkt fragen: “ Was steht im pädagogischen Konzept zum Thema Doktorspiele frühkindliche Sexualität?“ “ Wie ist der Umgang bei Grenzverletzungen?“ „Welche Präventions Maßnahmen werden in Zusammenarbeit mit Eltern und Kindern getroffen, um diese zu stärken und zu schützen?“ Klären Sie im Vorfeld wie offen die Mitarbeiter mit diesem Thema umgehen und ob wirklich wert auf offene, ehrliche Kommunikation gelegt wird. Denn die ist das A und O, damit Ihr Kind einen sicheren Kitaplatz hat und weiter an sein Selbstbewusstsein arbeiten kann. Uneinigkeiten im Team oder beim Träger, können Ihnen klar signalisieren, dass dies nicht die richtige Einrichtung für Ihr Kind ist. Denn wichtig ist, passieren kann immer was, wichtig ist wie gehe ich damit um!