Verbale und nonverbale Kommunikation

smiling kids with colourfull hands

Blickkontakt

Der Blickkontakt signalisiert Interesse oder Desinteresse an Kommunikation. Je nach Blickkontakt senden wir bestimmte Signale wie Einschüchterung, Interesse, Aufforderung zur Antwort oder Sympathie. Vermeiden wir den Blickkontakt, bedeutet es in den meisten Fällen, dass wir keinen Kontaktwunsch hegen, eine Distanz trotz körperlicher Nähe gewahrt werden soll oder dass man seine Gefühle nicht direkt zeigen möchte.

Kommunikation in Konflikten

Anerkennung, Wertschätzung und das Bemühen um ein Verstehen des Gegenübers sind die Grundlagen für Konfliktgespräche. Im Konfliktgeschehen ist nur die Dynamik der Sachebene zugänglich, die anderen Teile Gefühle und Wünsche müssen erst aus dem Gegenüber gelockt werden. Jede Partei vertritt bei einem Konflikt die eigene subjektive Denkweise.

Den richtigen Sprachgebrauch finden

Während eines Konfliktes sollte man auf seinen Sprachgebrauch achten, weder sexistische noch gewaltförmige Ausdrücke haben hier einen Platz. Am wichtigsten ist das Zuhören, einander ausreden lassen, den Anderen das Anliegen vortragen lassen. Wer gelernt hat, in der Ich-Form zu sprechen, trägt die Verantwortung für das Gesagte. So beschuldigt man seinen Konfliktpartner nicht, indem man „Du hast …“ sagt. Die Wirkung des eigenen Handels steht im Zentrum der eigenen Aussagen.

Körpersprache und Fragen

Anhand der Körpersprache erkennt man meistens die „Schwere“ der Krisensituation. Gesichtsausdruck, unwillkürliche Gesten und die gesamte Handlung sind ablesbar. Stärke, Unsicherheiten, Demutsgesten sowie die Demonstration von Überlegenheit sind leicht anhand der Körpersprache zu erkennen. Ein wichtiges Hilfsmittel um die Sichtweisen der Konfliktparteien zu erfahren, sind Fragen. Das Ziel soll ein besseres gegenseitiges Verstehen sein und nicht die andere Partei zu provozieren. Das Feeback sollte sich auf konkrete Einzelheiten beziehen und keine persönlichen Meinungen oder Interpretationen beinhalten. Zur Konfliktlösung können mehrere Faktoren beitragen, wie man spricht, die bewusste Auseinandersetzung, wie die Streitenden miteinander umgehen und vieles mehr.

Nonverbale Kommunikation

Nonverbale Kommunikation ist viel aussagekräftiger als verbale Kommunikation. Um ein reibungslosen zwischenmenschlichen Umgang zu pflegen ist sie unumgänglich. Gerade bei Gewalttätigkeiten spielt die Körpersprache eine wichtige Rolle. Es ist wichtig die Körpersprache zu lernen um weitere Geschehnisse vorher zu sehen. Konflikte haben ihre eigene Dynamik die sich in verschiedene Phasen ausdrückt.

Zu diesen körpersprachlichen Ausdrucksweisen gehören:

  1. Höflichkeits- und Grußgesten;
  2. Drohgebärden, Demonstrationen von Macht und Überlegenheit;
  3. Unschuldsbeteuerungen;
  4. Trauer und Wut;
  5. Vergebung und Versöhnung.

Augenkontakt

Schwierig wird es beim Augenkontakt, in den westlichen Kulturen signalisiert dieser Interesse und Aufmerksamkeit. In sehr vielen anderen Kulturen signalisiert Augenkontakt z.B. zu den Eltern oder Erwachsenen Respektlosigkeit und wird deshalb vermieden. Gerade Kinder kommunizieren lieber, wenn sie einem nicht direkt in die Augen schauen müssen.

Zuhören

Für ein gutes Gespräch ist eine gemeinsame Gesprächsbasis wichtig. Hierzu gehört, dass das Machtgefälle zwischen Erwachsenen und Kindern nicht ausgenutzt wird und das Kind ungestört seine Gedanken und seine Version einer Geschichte darstellen kann. Zuhören können ist ein Schlüssel für das Gespräch mit Kindern.

Quellen:

  • Hanne Schaffner: Null Bock auf Streit. Spiele zur gegenseitigen Wertschätzung, Libri Books on Demand 2007.
  • Achim Schröder/Angela Merkle: Leitfaden Konfliktbewältigung Gewaltprävention. Pädagogische Konzepte für Schule und Jugendhilfe. Wochenschauverlag 2007.