Sexuelle Übergriffe von Kinder ausgeführt | sexuelle übergriffe kinder

 

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Es kann vorkommen, dass beim normalen, gegenseitigen einverstandenen Doktorspielen, es zu Verletzungen im Intimbereich der Kinder kommen kann. Seien Sie sensibilisiert, reden Sie mit den Kindern und stellen Sie klare Regeln auf, damit es zu keinen weiteren Verletzungen kommen kann. Treten jedoch wiederholt Verletzungen auf und die Regeln werden von den Kindern immer wieder gebrochen, dann spricht man von übergriffigen Verhalten.

Viele Eltern gehen davon aus, dass wenn ein Kind übergiffiges Verhalten zeigt, dieses pornografische Bilder, Videos oder Geschlechtsverkehr beobachtet haben muss.  Das muss aber nicht der Grund sein, meist stecken viel tiefere Gründe hinter übergriffigen Verhalten.  Ursachen für dieses Verhalten können eigene sexuelle Gewalterfahrungen sein, entweder durch andere Kinder, Jugendliche oder Erwachsene oder:

  • Emotionale Vernachlässigung
  • Mobbing Erfahrungen
  • Zeuge von Gewalt, zum Beispiel häuslicher Gewalt
  • Oder das mitbekommen von sexuellen Übergriffen in Tageseinrichtungen, ohne Konsequenzen durch das pädagogische Personal

Kinder die Übergriffe durch andere Kinder erleiden werden als Opfer bezeichnet, dennoch darf man ein Kind welches übergriffiges Verhalten zeigt, nicht als Täter bezeichnet werden.  Das bedeutet nicht, dass die Handlungen weniger schlimm sind, betroffene Kinder erleben diese Handlungen oftmals als eine Art Ohnmachtserfahrung. Sie leiden, werden krank, möchten nicht mehr in die Kindertageseinrichtung gehen, haben Bauchschmerzen, werden leidlich usw.

Das, das übergriffige Kind nicht als Täter bezeichnet wird, hat mehrere Gründe. Zum einem möchte man die sehr angespannte Situation unter den Eltern mit diesen Formulierungen entspannen, zum anderen müssen bei Kindern die Ursachen erforscht werden. Warum wurde das Kind übergriffig?

Gerade im Alter von 2- 6 Jahren, verbringen unsere Kinder sehr viel Zeit in Kindertageseinrichtungen. Und gerade hier kann diese Art von Gewalt sehr schnell auftreten, da einfach viele Kinder zusammen spielen. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, dass das pädagogische Personal die Kinder genau im Blick hat und gewisse

Signale direkt erkennen und eingreifen können:

  • Zum Beispiel, wenn ein Kind eine sehr stark sexistische Sprache verwendet, viel ausgeprägter als andere Kinder
  • Doktorspiele spielt mit deutlich älteren Kindern und jüngeren Kindern
  • Sich selbst oder Andere an den Genitalien verletzt
  • Wenn das Kind anderen Kindern ein Geheimhalteverbot über Doktorspiele auferlegt
  • Andere Kinder gezielt zu Praktiken der Erwachsenen-Sexualität animiert
  • Gezielt Praktiken beschreiben kann die im Zuge der Erwachsenen-Sexualität vorkommen

Weitere Signale bei denen Ihre Einrichtung unbedingt das Jugendamt und weitere Beratungsstellen mit ans Bord holen sollte sind:

  • Wenn das Kind ein viel größeres Interesse als andere Kinder an Doktorspielen hat
  • Lieber an Doktorspielen teilnimmt als an anderen Spielen
  • Eine extrem sexualisierte Sprache benutzt, andere Kinder demütigt mit sexistischen Ausdrücken
  • Wenn das Kind immer wieder versucht fremde oder uninteressierte Kinder in Doktorspiele mit einzubeziehen
  • Immer wieder versucht andere Kinder dazu zu bringen die Geschlechtsteile anderer Kinder zu berühren oder seine eigenen
  • Das Kind unbedingt Erwachsenen Praktiken im Sexualbereich, ins Spiel einfließen lassen möchte
  • Das Kind kein Verständnis hat, wenn ein Kind nicht mitmachen möchte oder sich unwohl fühlt
  • Das Kind andere Kinder, bedroht, besticht und nötigt die Handlungen über sich ergehen zu lassen.
  • Das Kind andere Kinder zum schwiegen bringt, damit die Handlungen nicht aufgedeckt werden

Wenn Sie als Elternteil mitbekommen, dass diese Form von Gewalt Einzug in Ihrer Tageseinrichtung gehalten hat, dann verständigen Sie als erstes das pädagogische Personal! Sollten diese nicht reagieren, indem Sie einen Elternabend einberufen, alle Eltern sowie das Jugendamt informieren und sich Hilfe bei Beratungsstellen holen. .. Dann liegt das in Ihrer Pflicht, informieren Sie alle Eltern, holen Sie sich Hilfe von einer Organisation die sich mit diesem Thema beschäftigt, informieren Sie das Jugendamt, zwingen Sie die Einrichtung entsprechend zu handeln, denn es geht um die Sicherheit Ihres Kindes!

Verurteilen Sie die Familie des übergriffigen Kindes nicht vorschnell, lassen Sie den Eltern ebenfalls Raum entsprechend zu reagieren. Hilfe für das Kind zu holen, Ursachenforschung zu betreiben einfach zu handeln! Denn auch hier handelt es sich um ein Kind.

Verlieren Sie Ihr eigenes Kind nie aus den Augen sollte es auf einmal nicht mehr zum Kindergarten gehen wollen, ständig Bauchschmerzen haben, viel weinen, sich einmachen oder ruhiger werden, dann forschen Sie ruhig und liebevoll nach.